Revidierte Bildungsverordnung FaGe

Die Ausrollung der revidierten Bildungsverordnung FaGe ist in vollem Gang. Am 16. November hat die ZIGG zusammen mit einem Multiplikatoren-Team rund 200 Ausbildungsverantwortliche aus der Zentralschweiz geschult.

Im Zusammenhang mit dem neuen Berufsbildungsgesetz von 2014 und im Rahmen der 5-Jahres-Überprüfung des Berufsbilds FaGe hat die OdA Santé in Zusammenarbeit mit dem SBFI die Verordnung über die berufliche Grundbildung (BiVo) und den dazugehörigen Bildungsplan revidiert. Damit sind die nationalen Weichen für die Grundbildung FaGe gestellt, nicht zuletzt auch dank der Stimmen aus den Zentralschweizern Gesundheitsbetrieben und Branchen. In Kraft tritt die revidierte BiVo per Januar 2017 und wird in den Ausbildungen erstmals mit dem Ausbildungsstart im August 2017 umgesetzt.

Die revidierte BiVo wird in einem mehrstufigen Verfahren ausgerollt. Stefan Kuhn, Vertreter Praxis, Christoph Hurni, Vertreter üK-Zentrum und Nicola Snozzi, Vertreterin der Berufsfachschulen bilden zusammen das Zentralschweizer Multiplikatoren-Team. In dieser Rolle sie haben am 16. November im Hörsaal des Luzerner Kantonsspitals rund 200 Ausbildungsverantwortliche geschult. Diese wiederum schulen nun ihre Berufsbildenden in den Betrieben bis Ende Februar 2017.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

  • Das Qualifikationsprofil ist neu gegliedert und umfasst neu acht Handlungskompetenzbereiche (bisher 14) und 37 Handlungskompetenzen (bisher 41).
  • Situationen werden neu mit beispielhaften Situationen beschrieben und dem Berufsalltag angepasst.
  • Die Lehrmittel wurden komplett neu geschrieben und optimiert.
  • Die Instrumente zur Förderung der Qualität der beruflichen Grundbildung sind neu verbindlich verankert.
  • Die Zuteilung der prüfbaren Handlungskompetenzen auf die Semester sind national festgelegt und verbindlich. Pro Semester wird ein Kompetenznachweis durchgeführt (Ausbildungshandbuch, Register i, Seite 2) 

  • Im Rahmen des Qualifikationsverfahrens wird das Fachgespräch um 10 Minuten verlängert. Die Fallnote Berufskenntnis entfällt, die Berufskenntnisse werden dafür höher gewichtet. Die Kompetenznachweise in der Praxis werden in einer neuen, einheitlichen und verbindlichen Form durchgeführt.